Sonntag, 22. Mai 2005

Philosophische Bilder I und Philosophische Bilder II

Wir haben uns bei unserem Traktat für den Begriff "Philosophische Bilder I" entschieden, da dieser für uns am interessantesten erschien und uns beim Lesen des Beitrages sofort einige Gedanken kamen.
Wir denken, dass es aus dem Grunde einfacher ist und vor allem schneller geht Bilder Wörtern zuzuordnen als Wörter Bildern, da wir mit einem Wort viele verschiedene Bilder verbinden können. Sehen wir also beispielsweise das Bild einer Blume wird es uns nicht schwer fallen oder großer Bemühungen bedürfen diese Darstellung als Blume zu benennen. Durch unsere Erfahrungen haben wir feste Vorstellungen davon wie eine Pflanze mit Stängel, Blättern und Blüte zu heißen hat. Sehen wir also eine Darstellung einer solchen werden wir das Wort „Blume“ schlagartig im Kopf haben. Hören wir allerdings den Begriff Blume gibt es viele verschiedene Möglichkeiten uns ein Bild davon zu machen. Wir haben Unmengen von Bildern in Kopf, nämlich von allem was wir je gesehen und uns gemerkt haben. Somit werden wir im Normalfall auch Bilder einiger unterschiedlicher Blumen abgespeichert haben. Wir müssen uns also, wenn wir das Wort Blume hören entscheiden, welches Bild der vielen „Blumenbilder“ in unserem Kopf wir abrufen. Deshalb ist es in solch einem Fall nicht ungewöhnlich, wenn wir nachfragen, was für eine Art von Blume wir uns vorstellen sollen. Somit schränken wir die Suche in unserem Gehirn stark ein, ein sofortiges Bild wird uns somit allerdings nicht erscheinen.


blume2
= Blume

aber

Blume =

blume3 oder blume1 oder blume4 oder blume52 usw.



Außerdem haben wir uns der Aufgabe in „Philosophische Bilder II“ angenommen. Wir wählten gemeinsam das Wort UNIVERSITÄT, da jeder von uns fast täglich mit ihr zu tun hat und das halbe Leben mit ihr im Zusammenhang steht. Es ist zwar nicht unser Lieblingswort, UNIVERSITÄT ruft jedoch viele Bilder in unseren Köpfen hervor, die sich, wenn man genau darüber nachdenkt, von Tag zu Tag verändern.
Wir haben zu dritt über die UNIVERSITÄT diskutiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass unsere Bilder ziemlich ähnlich sind, aber von vielen Faktoren beeinflusst werden: Wir denken an unsere Flensburger Uni und sofort fallen uns die Wörter wie Busfahren, Bibliothek, Hauptgebäude, Freunde, Wohnung, Hausarbeiten usw. ein. Sofort entsteht im Kopf eine Filmsequenz, die mit dem Weg zur Bushaltestelle beginnt und mit dem Schlafengehen endet. Doch wird dies positiv oder negativ von gewissen Faktoren beeinflusst: Wir haben festgestellt, dass uns das morgendliche Aufstehen dann schwer fällt, wenn es regnet und wir uns gar nicht gerne auf den Weg machen, wenn es draußen noch dunkel ist. Außerdem fühlt man bei schlechtem Wetter den eisigen Wind auf dem Campus und der Bus ist meist so überfüllt, dass man am liebsten wieder aussteigen würde. Die Wetterbedingungen und Jahreszeit beeinflussen also unser Bild von UNIVERSITÄT. Steht man aber gleichzeitig mit allen WG-Partnern auf und macht sich gemeinsam auf den Weg, hat man ein sehr positives Bild von der Uni, es macht mit Freunden immer mehr Spaß. Trifft man dann auf dem noch so windigen Campus ein paar mehr Bekannte und geht man mit ihnen gemeinsam ins Seminar im Hauptgebäude, spielt das Wetter keine Rolle mehr. Das Bild hat sich trotz des Einflusses von äußeren Faktoren verändert. Des weiteren sind wir der Meinung, dass dem Faktor Schlaf ebenso eine große Gewichtung zukommt. Haben wir nicht genug geschlafen, fällt das Aufstehen und das Studieren an der Uni noch schwerer und ein grauer Schleier legt sich über den ganzen Tag, das Bild ändert sich erst am darauffolgenden Tag. Steckt man bis über Kopf in Arbeit wie z.B. Hausarbeiten, Nachbearbeitungen, Vorbereitungen, mündliche Prüfungen usw. können die Seminare in der Universität eine zusätzliche Belastung sein, da man sich auch noch während der Kurse konzentrieren und sein Bestes geben muss und nebenbei auch noch einen Haushalt zu führen hat. Unser eigenes Leben hat sich stark verändert, seitdem das Wort UNIVERSITÄT zu einem Mittelpunkt in unserem Leben geworden ist. Wir sind alle zu Hause ausgezogen, haben unsere Heimat verlassen und stehen nun selbstständig auf eigenen Beinen in einem völlig neuen Leben. Hat man während der Schulzeit das Wort UNIVERSITÄT gehört, hatten wir nicht die Filmsequenzen vor Augen. Heute sehen wir die Bilder von neuen Freunden, der neuen Umgebung, dem Flensburger Campus, der Bus-Linie 5, der lila-farbigen Bibliothek, der Campushalle, dem Ostseelabor usw., die sich, abhängig von vielen Einflüssen, täglich mal zum Positiven oder mal zum Negativen stark verändern.


Beitrag erstellt von Schnepi, Nummer3 und Brutzel

Panorama Strand Solitüde

Das Panoramabild des Solitüder Strand erinnert im ersten Moment wohl eher an einen Südseestrand. Die Gesteinsbrocken, die das Ufer ebnen, die Farbe des Wassers, vor allem der Blauton der Pfütze, welcher sie fast unwirklich erscheinen lässt, der helle Sand- all diese Erscheinungen würden wir nicht in solch einem Maße mit einem Strand im Norden Deutschlands verbinden. Auch der Himmel, zwischen dessen Wolken sich die Sonnenstrahlen vermuten lassen und dennoch das Nicht-Vorhandensein eines einzigen Schattens wirken zum einen, wie schon erwähnt, nicht wie Erscheinungen des Strandes Solitüde, zum anderen scheint das Gesamtbild beim Betrachten einzelner Aspekte fast unwirklich und überzogen, evtl. künstlich verändert. Auffällig ist auch, dass kein einziger Mensch auf dem Panorama zu sehen ist, was doch sehr verwunderlich ist. Hätten wir nämlich diese Gegebenheiten tatsächlich an diesem Strand, was wir fast nicht glauben können, wäre dieser doch voll mit Menschen, die sich sonnen und im Wasser vergnügen würden. Des Weitern haben wir den Eindruck, dass die Entfernungen so wie sie dargestellt sind nicht ganz stimmig sein können. Hinzu kommt, dass einige Details, wie z.B. der Spielplatz, welchen wir im Hintergrund vermuteten, nicht zu entdecken sind. Im Großen und Ganzen wirkt diese Panorama in unseren Augen einfach zu perfekt und unberührt um uns glauben zu lassen, dass es tatsächlich ein Abbild des Strandes in Solitüde ist. Vielleicht hatte jemand die Absicht diesen Strand in einem anderen Licht erscheinen zu lassen, eben wie einen Südseestrand, indem er seiner Ansicht nach unwichtige Details entfernte und wichtigere heraushob bzw. andere zusätzlich erscheinen ließ und Entfernungen veränderte oder verzehrte. Möglicherweise hatte dieser Jemand die Absicht deutlich zu machen, dass alles veränderbar ist und zwar so sehr veränderbar, dass es auf den ersten Blick kaum wieder zu erkennen ist.

Darstellung des Strandes Solitüde, so wie wir ihn kennen

imag0329

Beitrag erstellt von Schnepi, Nummer3 und Brutzel

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Aktuelle Beiträge

Weblogarbeit- Fazit
Rückblickend auf das letzte Semester möchte ich anmerken,...
Schnepi - 30. Jul, 16:25
schön,
wie Du den Inhalt der Veranstaltungen auf Deinen Alltag...
torbenm - 16. Jul, 19:11
Beitrag zum 13.07.2005
Es geht sicher allen Studierenden in dieser letzten...
Brutzel - 15. Jul, 16:36
Fabel
Der Bär und seine Uhr. Es war vor vielen vielen Jahren...
Nummer3 - 15. Jul, 16:22
Vorlesung am 12.07.2005
Diese Woche fand die für dieses Semester letzte Veranstaltung...
Nummer3 - 13. Jul, 18:03

Status

Online seit 7266 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 30. Jul, 16:25

Credits


Extraaufgaben
Veranstaltung 1
Veranstaltung 2
Vorstellung
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren