Veranstaltung 1

Donnerstag, 9. Juni 2005

Daimonion

innere-stimme2Nach Sokrates lässt sich jeder Mensch von seiner inneren Stimme, dem so genannten Daimonion leiten. Dieses warnt uns in vielerlei Situationen und schützt uns somit.
Es heißt, dass das Daimonion keinesfalls gleichzusetzen sei mit dem Verstand. Der Verstand handelt nach Vernunft, das Daimonion intuitiv.
Steht uns eine risikoreiche Situation bevor so benutzen wir, bzw. sollten wir unseren Verstand benutzen, indem wir abwägen, ob es das Risiko wert ist.
Ein Beispiel hierfür wäre das Geld setzen bei einer Wette. Wir sollten uns genau überlegen, ob wir das Risiko eingehen wollen bei nicht gewonnener Wette unser Geld zu verlieren oder eben nicht. Stehen die Gewinnchancen für uns schlecht setzt im Normalfall unser Verstand ein und bringt und dazu diese Wette nicht einzugehen.
Das Daimonion hingegen könnte uns dazu bringen dennoch an der Wette teilzunehmen. Unsere innere Stimme könnte uns sagen, dass wir die Wette einfach eingehen müssen, warum können wir uns auch nicht erklären, da unser Verstand uns ja eigentlich versucht davon abzubringen. Auf wen wir nun hätten hören sollen, dass wird sich erst im Nachhinein herausstellen. Verlieren wir die Wette werden wir uns ärgern, dass wir nicht unseren Verstand benutzt haben, gewinnen wir sie, werden wir froh sein auf unsere innere Stimme gehört zu haben. An diesem Beispiel wird deutlich, dass Verstand und innere Stimme streng voneinander zu trennen, teilweise sogar Gegenspieler sind. Außerdem wird ersichtlich, dass das Daimonion uns nicht immer zu einer richtigen Entscheidung führt.
Im Bezug auf unsere Mitmenschen kann es aber durchaus hilfreich sein. Einige Menschen wirken auf uns unehrlich und/ oder falsch. In diesem Fall sagt uns das Daimonion, dass wir diese Personen lieber meiden sollten.
Man kann also behaupten, dass das Daimonion gleichzusetzen ist mit unserer Intuition. Intuitiv, also von unserer inneren Stimme geleitet, reagieren wir auf die unterschiedlichsten Situationen und Personen, häufig unbewusst. Dabei kann es natürlich zu Fehlreaktionen unsererseits kommen, in vielen Fällen jedoch dient das Daimonion dazu uns zu warnen und zu schützen.

Mittwoch, 8. Juni 2005

Philosophische Bilder VIII – Die dreizehnte Frage - Wer bin ich???

Es heißt, dass die Frage „Wer bin ich?“, nur dann zu beantworten ist, wenn wir unsere Persönlichkeit im Verhalten anderen Personen gegenüber betrachten. Wollen wir also etwas über uns selbst erfahren müssen wir auf andere zugehen. Dies setzt im Normalfall ein Interesse an den Mitmenschen voraus.
Fällt es uns leicht auf andere zuzugehen, so können wir von einem starken Selbst- Bewusstsein sprechen. Dieses wird häufig mit Arroganz verwechselt. „Arroganten Menschen“ wird wiederum oftmals nachgesagt, sie hielten sich für etwas Besseres. Menschen, die sich für etwas Besseres halten würden aber wahrscheinlich nicht ohne weiteres auf andere zugehen, es sei denn sie würden einen Nutzen für sich selbst daraus ziehen. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass die Behauptung selbst- bewusste Menschen seien arrogant so nicht richtig sein kann. Ganz im Gegenteil- man sagt, dass ein starkes Selbst- Bewusstsein eine Frage von Selbstlosigkeit ist, ein schwaches Selbst- Bewusstsein hingegen von Selbst- Sucht zeugt.
Fällt es uns im Gegenzug also schwer auf andere Menschen zuzugehen, so kann man davon ausgehen, dass wir kein Interesse an dem Kontakt mit anderen haben. Wir sind demnach nur an uns selbst interessiert und die meisten Menschen würden uns wohl als „Außenseiter“ bezeichnen. Solch eine Einstellung macht natürlich auch einiges einfacher. Haben wir keine Freunde und pflegen auch sonst keine Kontakte jeglicher Art, so müssen wir auch keine Rücksicht nehmen, in keinerlei Hinsicht. Wir müssen uns beispielsweise an keine Verabredungen und damit verbunden ausgemachte Uhrzeiten halten. In solchen Fällen kann man wie gesagt auch von Selbst- Sucht sprechen. Häufig haben wir Mitleid mit Menschen, welche auf uns wirken, als hätten sie ein schwaches Selbst- Bewusstsein. Wir gehen davon aus, dass es ihnen schwer fällt Kontakte zu knüpfen, weil sie einfach nicht den Mut besitzen auf andere zuzugehen. So kommt es, dass wir versuchen solche Menschen in unsere Freundeskreise aufzunehmen, sie mit anderen bekannt zu machen. In einigen Fällen mag das auch funktionieren, aber nur in solchen, in denen es sich tatsächlich um Personen handelt, welche an Kontakten interessiert sind, aber, wie schon erwähnt, nicht den Mut haben auf diese zuzugehen. In den meisten Fällen allerdings wird sich dieser Versuch als sinnlos erweisen, denn Menschen, die nicht am Kontakt mit anderen interessiert sind, denen wird man diesen auch nicht aufzwingen können. Das Beste wäre es also abzuwarten, ob diese Menschen eines Tages von selbst auf andere zugehen, und zwar ohne dabei nur einen Nutzen für sich selbst herauszuziehen. An diesem Punkt kann man davon ausgehen, dass sie sich ein Stück weit von ihrer Selbst- Sucht distanzieren konnten, es ihnen bewusst geworden ist was sie alles verpasst haben und wie schön ein Leben mit Freunden sein kann.
Beziehungslosen Menschen wird es im Endeffekt also sehr schwer fallen die Frage „Wer bin ich?“ zu beantworten.

Ein Weiterer erwähnenswerter Gedanke ist der, ob die Beziehungen, welche wir mit anderen eingehen von beiden Seiten gleichbedeutend sind. Sehe nur ich das Verhältnis zwischen mir und XY als Freundschaft oder sieht sie/er es genauso? Was ist eigentlich Freundschaft? Bin ich jemand der nach wahren, echten Freundschaften sucht oder gebe ich mich mit lockeren Bekanntschaften zufrieden? Viele Fragen, die ich mir stellen muss, um auf die Antwort auf die Frage „Wer bin ich?“ zu kommen.

Beitrag erstellt von Schnepi und Nummer3

Vorlesung am 31.05.2005

Zu Beginn der Veranstaltung haben wir uns mit folgender Frage beschäftigt
--> hilft philosophisches Denken beim Unterricht an der Schule? schule 1

Bei einer genaueren Untersuchung sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass eigentlich alle Schüler auch Philosophen sind. Zu Beginn der Philosophie war das Denken der Menschen vollkommen entfaltet. Im Laufe der Entwicklung hat sich dieses Denken schrittweise reduziert. Diese Reduktion hat dazu geführt, dass es viele Jahrhunderte gedauert hat, bis sich das Denken wieder entwickelt hat.

Was verstehen wir nun aber dem so genannten philosophischen Denken? Dazu zeige ich nun eine kleine Struktur auf.

Eigentlich leitet sich alles aus dem gewöhnlichen Denken ab. Mit unseren Sinnen nehmen wir etwas wahr. Dieses identifizieren wird dann und versuchen es zu interpretieren (stimmt das oder nicht?). Sollten sich dann Unklarheiten ergeben, versuchen wir unseren Denkansatz zu korrigieren. Dadurch entstehen dann neue Erfahrungen. Interessant zu betrachten ist, dass das Denken sich in unserem Gehirn nicht nur auf einer Hemisphärenseite vollzieht.
Bei dem Denken, arbeiten sowohl die Rechte als auch die linke Gehirnseite zusammen:

gehirn links
gehirn rechts

Der Lehrer hat eine klare Vorstellung wie genau der Unterricht ablaufen soll. Die eigentliche Lehrerausbildung ist ohne Gedanken. Probleme was im Unterricht passiert, werden oft nicht richtig wahrgenommen (z.B. Eigenarten der Schüler).
Im Gegenteil zu dem eben genannten Unterricht gibt es noch eine andere Möglichkeit Findet das ganzheitliches Denken bei Lehrkräften statt, haben die Lehrer zwar eine grobe Vorstellung was im Unterricht gemacht werden soll, aber nicht wie genau der Unterrichtsplan ablaufen soll. Die Vorteile in diesem Prozess liegen darin, dass der Unterricht intuitiv entwickelt wird (Genialität).

Ich werde anhand einer kleinen Grafk nun den Unterschied zwischen dem einseitigen- und ganzheitlichen Denken darstellen.

platon

Platon bringt den Begriff Ideen mit dem Begriff des ganzseitiges Denken zusammen. Dabei ist es wichtig, dass z.B der Student in allen Vorlesungen seine eigenen Gedanken entwickelt.



aristotelesAristoteles
Aristoteles' Einteilung von Wissensgebieten

Aristoteles befasste sich mit zahlreichen Wissensgebieten, die allerdings in den meisten Fällen nicht deckungsgleich mit den heutigen Gebieten gleichen Namens sind. Beispielsweise ist Ethik für Aristoteles nicht in erster Linie eine Theorie der Moral und in vielen Punkten auch nicht getrennt von der Politik, die er beide auch unter dem Begriff der politischen Wissenschaften häufig gemeinsam nennt. Am wichtigsten ist die Unterscheidung in drei große Arten von Bereichen des Wissen: den theoretischen, praktischen und poietischen (hervorbringenden).

* (1) Die theoretische Wissenschaft betrachtet das, was unabhängig vom Menschen ist und keinen äußeren Zweck außer der Erkenntnis selbst besitzt. In sie fällt vor allem die Physik und die Metaphysik.
* (2) Die praktische Wissenschaft thematisiert das, was im Bereich der menschlichen Handlungen liegt, was aber nichts außer der Handlung selbst hervorbringt. Hierein fällt vor allem Aristoteles' Ethik und die Politik.
* (3) Die poietische Wissenschaft untersucht das, was im Bereich der menschlichen Tätigkeiten liegt und hierbei ein Objekt hervorbringt. Die Schrift Poetik des Corpus Aristotelicum thematisiert dabei (fast) ausschließlich die Dichtung.
* Ein weiterer wichtiger Teil der überlieferten aristotelischen Schriften sind gewissermaßen Metawissenschaften, die neben dieser Dreiereinteilung der Wissenschaften liegen und vor allem die Logik betreffen.

Die Grundvoraussetzung um die Philosophie zu entdecken ist es, dass das einseitige Denken wieder entwickelt wird. Somit erfolgt eine Spaltung von Theorie und Praxis

Welchen Beitrag hat die Philosophie im Lehramtstudium? Wir müssen lernen miteinander umzugehen. Es gilt nur das Eigene. Wir sollen uns also nichts vor sagen lassen. Im Schulunterricht ist es wichtig, dass das wir dem Prinzip des ganzheitlichen Denkens festhalten. Somit findet dann ein guter offener Unterricht statt.

Der Gegenstand sind die Kinder/Jugendlichen. Der Unterricht sollte sich aus der jeweiligen Situation geben. Die Philosophie fördert die Begabung. Die Philosophie schützt neuronal. Lehrer brennen aus, wenn sie immer das gleiche machen.

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TOP 20 im Studium

1. Praktikum
2. POL
3. Hausarbeit
4. Hegemonial
5. Unilateral
6. Parkplatzsuche
7. Humankapital
8. Wlan
9. national befreite Zone
10. Diäten
11. Masterstudiengänge
12. Überfremdung
13. Übergangsregelung
14. Notebook-University
15. Feueralarm
16. ZHB
17. Essentials
18. Referat
19. Zieleinlauf
20. Sturmböhen


Beitrag erstellt von Nummer3 und Schnepi

Sonntag, 22. Mai 2005

Philosophische Bilder I und Philosophische Bilder II

Wir haben uns bei unserem Traktat für den Begriff "Philosophische Bilder I" entschieden, da dieser für uns am interessantesten erschien und uns beim Lesen des Beitrages sofort einige Gedanken kamen.
Wir denken, dass es aus dem Grunde einfacher ist und vor allem schneller geht Bilder Wörtern zuzuordnen als Wörter Bildern, da wir mit einem Wort viele verschiedene Bilder verbinden können. Sehen wir also beispielsweise das Bild einer Blume wird es uns nicht schwer fallen oder großer Bemühungen bedürfen diese Darstellung als Blume zu benennen. Durch unsere Erfahrungen haben wir feste Vorstellungen davon wie eine Pflanze mit Stängel, Blättern und Blüte zu heißen hat. Sehen wir also eine Darstellung einer solchen werden wir das Wort „Blume“ schlagartig im Kopf haben. Hören wir allerdings den Begriff Blume gibt es viele verschiedene Möglichkeiten uns ein Bild davon zu machen. Wir haben Unmengen von Bildern in Kopf, nämlich von allem was wir je gesehen und uns gemerkt haben. Somit werden wir im Normalfall auch Bilder einiger unterschiedlicher Blumen abgespeichert haben. Wir müssen uns also, wenn wir das Wort Blume hören entscheiden, welches Bild der vielen „Blumenbilder“ in unserem Kopf wir abrufen. Deshalb ist es in solch einem Fall nicht ungewöhnlich, wenn wir nachfragen, was für eine Art von Blume wir uns vorstellen sollen. Somit schränken wir die Suche in unserem Gehirn stark ein, ein sofortiges Bild wird uns somit allerdings nicht erscheinen.


blume2
= Blume

aber

Blume =

blume3 oder blume1 oder blume4 oder blume52 usw.



Außerdem haben wir uns der Aufgabe in „Philosophische Bilder II“ angenommen. Wir wählten gemeinsam das Wort UNIVERSITÄT, da jeder von uns fast täglich mit ihr zu tun hat und das halbe Leben mit ihr im Zusammenhang steht. Es ist zwar nicht unser Lieblingswort, UNIVERSITÄT ruft jedoch viele Bilder in unseren Köpfen hervor, die sich, wenn man genau darüber nachdenkt, von Tag zu Tag verändern.
Wir haben zu dritt über die UNIVERSITÄT diskutiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass unsere Bilder ziemlich ähnlich sind, aber von vielen Faktoren beeinflusst werden: Wir denken an unsere Flensburger Uni und sofort fallen uns die Wörter wie Busfahren, Bibliothek, Hauptgebäude, Freunde, Wohnung, Hausarbeiten usw. ein. Sofort entsteht im Kopf eine Filmsequenz, die mit dem Weg zur Bushaltestelle beginnt und mit dem Schlafengehen endet. Doch wird dies positiv oder negativ von gewissen Faktoren beeinflusst: Wir haben festgestellt, dass uns das morgendliche Aufstehen dann schwer fällt, wenn es regnet und wir uns gar nicht gerne auf den Weg machen, wenn es draußen noch dunkel ist. Außerdem fühlt man bei schlechtem Wetter den eisigen Wind auf dem Campus und der Bus ist meist so überfüllt, dass man am liebsten wieder aussteigen würde. Die Wetterbedingungen und Jahreszeit beeinflussen also unser Bild von UNIVERSITÄT. Steht man aber gleichzeitig mit allen WG-Partnern auf und macht sich gemeinsam auf den Weg, hat man ein sehr positives Bild von der Uni, es macht mit Freunden immer mehr Spaß. Trifft man dann auf dem noch so windigen Campus ein paar mehr Bekannte und geht man mit ihnen gemeinsam ins Seminar im Hauptgebäude, spielt das Wetter keine Rolle mehr. Das Bild hat sich trotz des Einflusses von äußeren Faktoren verändert. Des weiteren sind wir der Meinung, dass dem Faktor Schlaf ebenso eine große Gewichtung zukommt. Haben wir nicht genug geschlafen, fällt das Aufstehen und das Studieren an der Uni noch schwerer und ein grauer Schleier legt sich über den ganzen Tag, das Bild ändert sich erst am darauffolgenden Tag. Steckt man bis über Kopf in Arbeit wie z.B. Hausarbeiten, Nachbearbeitungen, Vorbereitungen, mündliche Prüfungen usw. können die Seminare in der Universität eine zusätzliche Belastung sein, da man sich auch noch während der Kurse konzentrieren und sein Bestes geben muss und nebenbei auch noch einen Haushalt zu führen hat. Unser eigenes Leben hat sich stark verändert, seitdem das Wort UNIVERSITÄT zu einem Mittelpunkt in unserem Leben geworden ist. Wir sind alle zu Hause ausgezogen, haben unsere Heimat verlassen und stehen nun selbstständig auf eigenen Beinen in einem völlig neuen Leben. Hat man während der Schulzeit das Wort UNIVERSITÄT gehört, hatten wir nicht die Filmsequenzen vor Augen. Heute sehen wir die Bilder von neuen Freunden, der neuen Umgebung, dem Flensburger Campus, der Bus-Linie 5, der lila-farbigen Bibliothek, der Campushalle, dem Ostseelabor usw., die sich, abhängig von vielen Einflüssen, täglich mal zum Positiven oder mal zum Negativen stark verändern.


Beitrag erstellt von Schnepi, Nummer3 und Brutzel

Panorama Strand Solitüde

Das Panoramabild des Solitüder Strand erinnert im ersten Moment wohl eher an einen Südseestrand. Die Gesteinsbrocken, die das Ufer ebnen, die Farbe des Wassers, vor allem der Blauton der Pfütze, welcher sie fast unwirklich erscheinen lässt, der helle Sand- all diese Erscheinungen würden wir nicht in solch einem Maße mit einem Strand im Norden Deutschlands verbinden. Auch der Himmel, zwischen dessen Wolken sich die Sonnenstrahlen vermuten lassen und dennoch das Nicht-Vorhandensein eines einzigen Schattens wirken zum einen, wie schon erwähnt, nicht wie Erscheinungen des Strandes Solitüde, zum anderen scheint das Gesamtbild beim Betrachten einzelner Aspekte fast unwirklich und überzogen, evtl. künstlich verändert. Auffällig ist auch, dass kein einziger Mensch auf dem Panorama zu sehen ist, was doch sehr verwunderlich ist. Hätten wir nämlich diese Gegebenheiten tatsächlich an diesem Strand, was wir fast nicht glauben können, wäre dieser doch voll mit Menschen, die sich sonnen und im Wasser vergnügen würden. Des Weitern haben wir den Eindruck, dass die Entfernungen so wie sie dargestellt sind nicht ganz stimmig sein können. Hinzu kommt, dass einige Details, wie z.B. der Spielplatz, welchen wir im Hintergrund vermuteten, nicht zu entdecken sind. Im Großen und Ganzen wirkt diese Panorama in unseren Augen einfach zu perfekt und unberührt um uns glauben zu lassen, dass es tatsächlich ein Abbild des Strandes in Solitüde ist. Vielleicht hatte jemand die Absicht diesen Strand in einem anderen Licht erscheinen zu lassen, eben wie einen Südseestrand, indem er seiner Ansicht nach unwichtige Details entfernte und wichtigere heraushob bzw. andere zusätzlich erscheinen ließ und Entfernungen veränderte oder verzehrte. Möglicherweise hatte dieser Jemand die Absicht deutlich zu machen, dass alles veränderbar ist und zwar so sehr veränderbar, dass es auf den ersten Blick kaum wieder zu erkennen ist.

Darstellung des Strandes Solitüde, so wie wir ihn kennen

imag0329

Beitrag erstellt von Schnepi, Nummer3 und Brutzel

Dienstag, 17. Mai 2005

vorlesung am 10.05.2005

Fragen:
• Schreibe ich originelle Texte?
• Gestalte ich regelmäßig räumlich?
• Komponiere ich?
• Spiele ich ein Instrument seit meiner Kindheit?
• Betreibe ich leidenschaftlich Mathematik?
• Forsche ich leidenschaftlich?
• Bringe ich sportliche Leistungen und trainiere ich regelmäßig?

Ich habe mindestens eine, also mehrere Fragen mit ja beantwortet. Das setzt ein spielendes Gehirn voraus. Für mich bedeutet es, dass ich eigenes Denken besitze, Möglichkeiten sehe und mit offenen Augen durch die Welt gehe. Weisheit bedeutet, dass man den Durchblick besitzt. Folglich sehen weise Menschen mehr als diejenigen, die nicht philosophieren. Die Philosophie ist auch eine Sehschulung, eine Schulung der Sinne. Daraus habe ich geschlossen, dass ich philosophiere.

Auch Kinder philosophieren. Sie sehen aber anders, sie sehen mit ihrer Phantasie, was auch als philosophieren bezeichnet wird. Kinder stellen jedoch irgendwann das Philosophieren ein und reproduzieren in Modellen. Durch die Pubertät wird das Zeitfenster zugeschlagen. Wer philosophieren und mehr sehen will, muss sein Gehirn neu aktivieren. Man geht zurück in die Kindheit und macht einen kleinen Ausflug. Philosophieren kann man also nicht erlernen, man aktiviert nur die kindliche Schöpfung. Das Denken hingegen ist durch die Erziehung und Missbildungen eingeschränkt, man kann das Denken nur durch Denken erlernen.
Die kindliche Art weise zu fragen wird von den Erwachsenen oft missverstanden. In den Fragen kommen häufig die Fragewörter „warum“, „ wieso“, „weshalb“ vor. Jedoch erklären Erwachsene in eine andere Richtung, sie geben meist Antworten auf die „was“ - Frage. Das Kind versteht diese Antwort nicht und ist damit nicht zufrieden.
Thales hat auch als Erwachsener weiter weise gefragt, wie Kinder es tun würden. Er formulierte die Fragen jedoch so, dass Erwachsene nicht fliehen konnten. Er ist der Begründer der Philosophie, weil er herausgefunden hat, dass das Fragen zur Erkenntnis führt. Das philosophische Fragen ist also das Suchen nach Gesetzmäßigkeiten, es bildet neue Ergebnisse, neue Gesetze. Für Thales war die Kunst des Lernens die Mathematik, ein pädagogisches Funktionsmittel zum Zweck des Denkens. Hinter dem kindlichen Fragen versteckt sich häufig das Fragen nach Experimenten, denn das Lernen nach Versuch und Irrtum bestimmt die Kindheit maßgeblich. Thales behauptete: „Wer sich nicht in der Welt des Seins der Kindheit bewegt, kann Kinder niemals erfahren.“ Ich als angehende Pädagogin liebe Kinder, sonst wäre ich meiner Meinung nach auf dem falschen Weg. Denn wer Kinder nicht liebt, wird sie laut Thales auch nicht erkennen, sie nicht durchschauen oder sie jemals verstehen.

Thales: „Das Sein macht das Erscheinen möglich. Sein ist der Gegenstand der Philosophie“.
Die philosophische Grundfrage nach dem Sein machte Thales für Menschen, die ihn nicht verstanden, zum Träumer. Er ist in einen Brunnen gefallen, während er sich den Himmel anschaute. Darin wurde das Vorurteil bestärkt, dass Philosophen geistig abwesend und arrogant wären. Philosophen pflegen es bei diesen Vorurteilen zu belassen, frei nach dem Motto „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich gänzlich ungeniert!“ Typisch für den Menschen ist, dass er sich alles auf eine merkwürdige Art und Weise versucht zu erklären, was er nicht versteht.

Montag, 16. Mai 2005

vorlesung am 03.05.2005

Grundlagen nach Friedrich Nietzsche:
(vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Nietzsche)

nietzsche


1. Philosophie: Liebe zur Weisheit
Weisheit = Durchblick aufgrund von Erfahrungen

2. Pädagogik: Bewusstes Handeln

Verbinden wir die Philosophie mit der Pädagogik ergibt sich folgendes Bild:
Wir handeln bewusst aufgrund von Durchblick.

3. Aspekt: Wir sehen uns etwas an /betrachten den Gegenstand auf etwas hin


Theorie : Möglichkeiten sehen/ wissen, wie etwas geht
Praxis: Strategie des Umsetzen könnens

--> diese beiden Aspekte gehörten in der Vergangenheit einmal zusammen




In der Veranstaltung wurden nun eine Reihe von Behauptungen aufgestellt, die die Studenten selber testen konnten:

1. Behauptung:
Als gebrochenes, geschichtsloses Wesen verstehen Sie Ihre eigene Sprache nicht.
Test: sehen --> ansehen, besehen, einsehen, hinsehen

Wir stellen fest, dass es sehr schwer ist, die eben genannten Bergriffe sinnvoll und korrekt zuzuordnen.


2. Behauptung:
Kaum jemand ist in der Lage dies zu leisten.
Test: abstrahieren, Komplement, konkretisieren, intuitiv, Komplement, kreativ

Gebrochenheit --> viele Situatuionen ergreifen wir nicht für uns, sondern gegen uns
gebrochener Mensch --> Sport: Prinzipienreiterei

3. Behauptung:
Als gebrochenes, geschichtsloses Wesen verstehen Sie keine Begriffe.
Frage: Gibt es Begriffe, die man erklären kann mit dem Hintergrund, dass der Gesprächspartner vier Jahre alt ist?

Wir werden feststellen, dass es schwer ist, die Wortwahl so zu treffen, dass wir komplexe Zusammenhänge sinnvoll mit dem Wortschatz eines vierjährigen zu erklären.


4.Behauptung:
Als gebrochenes, geschichtsloses Wesen verfallen Sie natürlicherweise in Aberglauben, sie brauchen etwas, an dem Sie sich festhalten können.
Beispiel:
Modelle --> "Frauen verstehen nichts von Mathe"



Zusammenfassung:

Was ist Philosophie?

--> Verstehen der Sprache
--> Begreifen von Erscheinungen, vor allem von sich selbst
--> Aufgabe von Modellen (zurück zur eigenen Wirklichkeit)

Definition nach www.wikipedia.de

Definitionen, was "Philosophie" eigentlich bedeutet, gibt es beinahe so viele wie Philosophen. Dies betrifft bereits die klassischen Philosophen Athens. Ursprünglich bezog sich der Begriff "Philosophie" auf eine Denktradition, die vom antiken Griechenland ausging. Er wird heute aber auch für asiatische Denktraditionen (östliche Philosophie) und eher religiöse Weltanschauungen verwendet.
Daneben taucht der Begriff in jüngerer Zeit im Wirtschafts-Jargon und in der Technik als Synonym für Strategie oder Gesamtkonzept auf (Unternehmensphilosophie, Designphilosophie)"


Was ist Wahrnehmung?

Wahrnehmung ist nicht nur das Sehen, das unsere Sinne, sondern auch das, welches unseren Geist erfasst. Mit dem Geist können wir also Möglichkeiten erfassen. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Unterscheidung von

1. Wirklichkeit
2. mögliche Wirklichkeit
3. wirkliche Möglichkeit
4. mögliche Möglichkeit


Versuchen wir nun, diese Unterscheidung mit praktischen Beispielen aus dem alltäglichen Leben zu erklären, so werden wir feststellen, dass es uns schwer fallen wird. Prinzipiell ist dies aber doch leichter möglich als man denkt, denn:

Es ist unmöglich, bzw. Aberglaube falsch zu denken, man glaubt es nur!

Rudolf Arnheim: "Sobald wir wahrenehmen, gestalten wir auch!"

arnheim

"Im Mittelpunkt von Balázs’ Theorie steht der Schauspieler, eben der "sichtbare Mensch", der, weil er im Stummfilm alles mit seinem Äußeren darzustellen hat, außer Mimik und Gestik auch seine Physiognomie als Ausdrucksmittel einsetzen muß. "Denn was innen, das ist außen." - dieses Goethe-Wort findet sich nicht nur bei Balázs, sondern auch bei dem Gestaltpsychologen und Arnheim-Lehrer Wolfgang Köhler. Der Gestaltpsychologie, die den Besonderheiten der visuellen Wahrnehmung ihre Entstehung und ihre wertvollsten Gesetze verdankt, fühlt sich Arnheim bis heute verpflichtet."(http://www.sozpaed.fh-dortmund.de/diederichs/texte/arnheimb.htm)
Ich denke, damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass wir andere nicht nur anhand dessen was sie sagen , sondern auch, oder in manchen Fällen sogar noch eher anhand ihrer Gesichtszüge verstehen können. Das heißt im Bezug auf Arnheims Satz "Sobald wir wahrnehmen, gestalten wir auch", dass, wenn wir beispielsweise einen Menschen mit verzogenem oder genauer gesagt zusammengezogenem Gesicht, sprich zusammengekniffenen Augen und ähnlichem, sehen, davon ausgehen können, dass dieser nicht sonderlich glücklich ist. Wir brauchen also keine Worte, um dies zu erkennen, sondern können aufgrund unserer Erfahrungen Bilder zuordnen.

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Zuletzt aktualisiert: 30. Jul, 16:25

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